PM 11 (17.1.20): Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München fordert Ausladung von Lisa Fitz aus verschiedenen Veranstaltungsorten

Das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München (LBGA) kritisiert in einem offenen Brief an den Schlachthof, das Lustspielhaus und die Waldbühne die Ausrichtung mehrerer Auftritte der Kabarettistin Lisa Fitz mit ihrem Programm „Flüsterwitz“ in München. Gefordert wird eine Absage all dieser Veranstaltungen.

Im Brief des LBGA heißt es: Lisa Fitz ist in der Vergangenheit nicht nur mit der Verbreitung antisemitischer Propaganda im Sinne der AfD und in nationalsozialistischer Tradition auffällig geworden, sondern verfügt auch über beste Verbindungen ins Milieu der Querfront bis in die radikale Rechte. Dabei relativiere und instrumentalisiere sie das Leid der jüdischen Bevölkerung zur NS-Zeit, um sich selbst als Opfer zu inszenieren, wie es weiter heißt

Begründet wird diese Forderung u. a. mit dem Song „Ich sehe was, was du nicht siehst“, den Fitz Januar 2018 veröffentlichen ließ. Im Songtext erkennt das LBGA antisemitische Stereotype in der Tradition des Nationalsozialismus, wenn u. a. von den Rothschilds und Soros die Rede ist, „die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten“ würden. Bei den Rothschilds handelt es sich um eine jüdische Familie, die bereits Ziel nationalsozialistischer Agitation waren, so im NS-Propagandafilm „Die Rothschilds“ aus dem Jahr 1940. Diese antisemitische Tradition führt Lisa Fitz heute Seite an Seite mit Viktor Orbán und der AfD fort, die sich wie sie an der Person George Soros abarbeiten, heißt es weiter im Brief des LBGA.

Darüber hinaus geht das LBGA auch auf ein Statement von Fitz ein, das sie aufgrund früherer Kritik in Richtung des Bündnisses verfasst hat. Wir halten ihre Distanzierung für eine reine Abwehrreaktion und aus verschiedenen Gründen für völlig unglaubwürdig. So vergleicht sie die Kritik an ihre Agitation mit der Diskriminierung der Jüdinnen*Juden durch den Nationalsozialismus, erklärt das LBGA im offenen Brief. Dadurch, dass sich Fitz mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung in einen Zusammenhang bringe, diskreditiere sie sich jeden offenen Diskurs, heißt es darin.

Der offene Brief ist hier einsehbar:

https://lbga-muenchen.org/2020/01/16/offener-brief-an-die-veranstalterinnen-der-lisa-fitz-auftritte-2020-in-muenchen/

Weitere Informationen hat das LBGA in einem umfassenderen Artikel zusammengetragen:

https://lbga-muenchen.org/2020/01/16/zu-lisa-fitz-und-ihren-fluesterwitz-veranstaltungen-in-muenchen-2020/

Das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München ist ein Zusammenschluss der Grünen Jugend München, der linksjugend [’solid] München, der SJD – Die Falken München, der Emanzipatorischen Linken München und des Antifaschismus-Referats der LMU.

Kontakt: lbgamuenchen@gmail.com

Impressum: GRÜNE JUGEND München, Sendlinger Straße 47, 80331 München

 

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