Wir haben am 19. Dezember 2025 eine Mail ans Streetlife International versendet, die das Konzert von Felix „Kollegah“ Blume organisiert. Da keine Antwort kam, veröffentlichen wir diese hier.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München und kritisieren das von Ihnen geplante Konzert von Felix „Kollegah“ Blume am 28. März 2026 in München. Es ist zu erwarten, dass er dort Songs aus seinem aktuellsten Album „Kanzler“ spielen wird; zu erwarten sind auch „Klassiker“ aus früheren Veröffentlichungen. Wir haben uns sein neues Album angehört, seine Songtexte wie auch Musikvideos analysiert, und kommen zum Schluss, dass „es sich auch bei ‚Kanzler‘ unserer Auffassung nach um ein antisemitisches Gesamtkunstwerk [handelt], das die verschwörungsideologischen und antizionistischen Inhalte von Blumes Schaffen kombiniert und mit einer großen Portion Nationalromantik anreichert“. Unsere Analyse können Sie hier nachlesen:
Es ist daher auch wenig verwunderlich, dass Blume Zuspruch von Maximilian Krah von der AfD (https://x.com/KrahMax/status/2000137528968618392), dem rechtsextremen Aktivisten Martin Sellner (https://x.com/Martin_Sellner/status/2001623566316425702) und rechten Medien wie NIUS (https://www.nius.de/gesellschaft/news/kollegahs-deutschland-song-spricht-millionen-aus-der-seele) oder der Jungen Freiheit (https://www.youtube.com/watch?v=uWnjGWjbO30) erhält.
Gerade angesichts steigender antisemitischer Fallzahlen und des Erstarkens des rechtsextremen Spektrums in den vergangenen Jahren ist es ein Unding, ihm öffentliche Auftritte zu beschaffen.
Wir fordern Sie daher auf, das Konzert in München abzusagen.
Mit freundlichen Grüßen,
das LBGA

1 Kommentar zu „E-Mail ans Streetlife International bzgl. des geplanten Auftritts von Felix „Kollegah“ Blume“